Badewannen: Größen, Arten & Ideen für jedes Badezimmer
Eine Badewanne ist der perfekte Ort für die Entspannung am Abend oder die erfrischende Dusche am Morgen. Damit erfüllt sie gleich zwei Zwecke und ist daher für viele unverzichtbar. Renovieren Sie Ihr Bad oder tauschen Sie die Sanitärobjekte aus? Dann gehört eine neue Badewanne auf jeden Fall dazu.
Welche Badewannen-Größe ist die richtige?
Ob Sie viel oder wenig Platz haben, allein oder zu zweit baden: Es gibt für jeden Anspruch das richtige Wannenmaß.
Wie groß sollte eine Badewanne für zwei Personen sein?
Wer regelmäßig zu zweit baden möchte, sollte eine Doppelbadewanne wählen. Für komfortables Baden zu zweit sind meist Modelle ab 180 cm Länge und 90 cm Breite sinnvoll. Je nach Körpergröße und gewünschter Bewegungsfreiheit können auch größere Varianten mit 190 bis 200 cm Länge und über 100 cm Breite infrage kommen.
Welche Badewanne bei welcher Körpergröße?
Eine Wanne sollte lang genug sein, damit die Beine bequem ausgestreckt werden können, ohne dass dadurch unnötig viel Wasser und Platz benötigt werden.
Als grobe Orientierung für die Größe der Badewanne gilt:
Bei einer Körpergröße von bis zu ca. 165 cm können Wannen mit einer Länge von 150 bis 160 cm bereits komfortabel sein.
Bei einer Körpergröße von 165 bis 180 cm ist eine Wannenlänge von 160 bis 175 cm für viele Personen passend.
Ab einer Körpergröße von ca. 180 cm bieten Modelle mit einer Wannenlänge von 175 bis 180 cm mehr Komfort.
Ab einer Körpergröße von ca. 190 cm ist eine Wannenlänge von 180 bis 200 cm sinnvoll.
Diese Werte sind nur Richtwerte. Entscheidend ist die Innenlänge zwischen Rückenauflage und Fußbereich, nicht die reine Außenlänge. Auch die Neigung der Rückenlehne, die Wannenform und die Tiefe beeinflussen, wie bequem eine Badewanne für eine bestimmte Körpergröße ist. Wer besonders groß oder klein ist, sollte deshalb nach Möglichkeit probesitzen oder -liegen und die Innenmaße des konkreten Modells prüfen.
Badewannen-Arten: Welche Form passt zu Ihrem Bad?
Bei der Wahl einer Badewanne spielen nicht nur Größe und Material eine Rolle. Auch die Form und Bauweise müssen zum Badezimmer, zur gewünschten Nutzung und zu Ihren persönlichen Bedürfnissen passen. Von der klassischen Rechteckwanne über platzsparende Eck- und Raumsparwannen bis zur freistehenden Designwanne stehen verschiedene Varianten zur Auswahl. Für entspannte Badeerlebnisse gibt es außerdem Whirlpool- und Wellnesswannen.
Rechteck- und Einbau-Badewanne: klassisch und platzsparend
Die Rechteckwanne ist die klassische Lösung und lässt sich flexibel in die Badplanung integrieren. Sie wird in der Regel an einer oder mehreren Wänden eingebaut und kann selbst in kleineren Badezimmern gut platziert werden. Häufig wird die Wanne mit einer Wannenschürze oder einer gefliesten Verkleidung versehen.
Einbauwannen gibt es in unterschiedlichen Längen und Breiten. Neben klassischen Modellen sind auch Raumspar- und Körperformwannen erhältlich. Eine Raumsparwanne ist meist kürzer als eine Standardwanne und läuft zum Fußende hin schmaler zu. Dadurch benötigt sie weniger Grundfläche und fasst häufig auch weniger Wasser. Körperformwannen besitzen einen ergonomisch gestalteten Innenraum, der eine bequemere Liegeposition ermöglicht.
Freistehende Badewanne: modernes Design für große Räume
Eine freistehende Badewanne benötigt keine Wand zur Befestigung, sondern kann frei im Raum platziert werden. Besonders häufig sind ovale oder organisch geformte Modelle. Für die Planung benötigen freistehende Wannen mehr Raum als klassische Einbauwannen. Neben der Wanne sollte ausreichend Bewegungsfläche vorhanden sein, damit sie von allen Seiten gut zugänglich und zu reinigen ist. Auch die Wasser- und Abwasseranschlüsse müssen entsprechend geplant werden.
Eckbadewanne: großzügige Liegefläche auf kompakter Grundfläche
Eine Eckbadewanne wird in einer Ecke des Badezimmers aufgestellt und nutzt zwei angrenzende Wände. Je nach Modell kann sie trotz kompakter Raumaufteilung eine vergleichsweise große Liegefläche bieten. Viele Eckwannen sind breiter als klassische Rechteckwannen und eignen sich deshalb auch zum komfortablen Baden zu zweit.
Allerdings ist eine Eckwanne nicht automatisch die platzsparendste Lösung für jedes kleine Bad. Durch ihre oft größere Breite kann sie mehr Grundfläche beanspruchen als eine schmale Rechteck- oder Raumsparwanne. Entscheidend ist daher der konkrete Grundriss.
Sonderformen: asymmetrisch, oval oder rund
Neben den klassischen Wannenformen gibt es zahlreiche Sonderformen, mit denen sich auch ungewöhnliche Grundrisse gestalten lassen. Dazu gehören beispielsweise asymmetrische Badewannen, ovale Modelle, runde Wannen und Sechseck- oder Fünfeckwannen.
Asymmetrische Wannen können besonders interessant sein, wenn Ecken oder Nischen optimal genutzt werden sollen. Ovale und runde Formen wirken dagegen großzügiger und eignen sich häufig für freistehende Konzepte. Welche Form sinnvoll ist, hängt deshalb stark von den vorhandenen Raummaßen und der Position anderer Sanitärobjekte ab.
Whirlpool- und Wellnesswannen: Luxus fürs Zuhause
Eine Whirlpool- oder Wellnesswanne verbindet die klassische Badewanne mit zusätzlichen Massage- und Komfortfunktionen. Je nach Modell sorgen beispielsweise Wasser- oder Luftdüsen für eine Massage. Auch Beleuchtung, Heizung oder weitere Komfortfunktionen können Teil der Ausstattung sein.
Wer bereits eine Badewanne besitzt, muss nicht zwangsläufig die komplette Wanne gegen ein Whirlpoolmodell austauschen. Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich eine bestehende Wanne mit einem Whirlpoolsystem nachrüsten. Ob das möglich und sinnvoll ist, hängt von der Konstruktion der Wanne, dem verfügbaren Platz für die Technik sowie den erforderlichen Wasser- und Stromanschlüssen ab. Vor einer Nachrüstung sollte deshalb geprüft werden, ob das vorhandene Modell dafür geeignet ist.
Tipps zur Auswahl der richtigen Badewannenform
Welche Badewannenform zu Ihnen passt, hängt vor allem von vier Faktoren ab: Raumgröße, Nutzung, gewünschtem Komfort und persönlichen körperlichen Bedürfnissen.
Raumgröße: In kleinen Badezimmern sind Rechteck- und Raumsparwannen häufig leichter zu integrieren. Für eine freistehende Wanne oder großzügige Doppelwanne sollte dagegen ausreichend freie Fläche vorhanden sein.
Nutzung: Wer hauptsächlich allein badet, benötigt meist weniger Breite als zwei Personen. Für regelmäßiges Baden zu zweit kommen Großraum- oder Doppelwannen infrage.
Komfort: Eine ergonomische Körperformwanne kann eine angenehmere Liegeposition ermöglichen. Auch Rückenlehne, Einstiegshöhe und Wannentiefe beeinflussen den Komfort.
Rückenprobleme und Mobilität: Bei körperlichen Einschränkungen sollte die Wanne besonders nach Ergonomie und sicherem Ein- und Ausstieg ausgewählt werden. Eine hohe Wannenseite kann beispielsweise das Übersteigen erschweren. Je nach persönlicher Situation können ein niedrigerer Einstieg, Haltegriffe oder eine Badewanne mit Tür sinnvoll sein.
Pflege und Reinigung: Freistehende Wannen benötigen rundum ausreichend Platz für die Reinigung. Bei eingebauten Modellen sollte außerdem der Zugang zu Anschlüssen und Technik berücksichtigt werden.
Materialien für Badewannen
So vielfältig wie die Formen sind auch die Materialien, aus denen Badewannen gefertigt werden. Am häufigsten kommen Acryl und Emaille zum Einsatz.
Sanitäracryl
Sanitäracryl ist ein flexibel formbarer Kunststoff und eröffnet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. In Verbindung mit Kunstharz und Mineralien wie Quarz entsteht Mineralguss. Dieses Material ist sehr formbar, robust und pflegeleicht und kommt aufgrund dieser Eigenschaften häufig in Design-Badewannen zum Einsatz.
Stahl-Emaille
Emaille hat sich seit vielen Jahren als Werkstoff für Badewannen bewährt, da es schlag- und stoßunempfindlich ist. Die rutschfeste Oberfläche lässt sich einfach reinigen und ist langlebig. Allerdings verfügt es über eine geringe Wärmespeicherkapazität.
Mineralguss
Verbundwerkstoffe wie Mineralguss werden für die Herstellung moderner Wannen auch mit Glas verarbeitet. So entstehen luxuriöse Wellnesszonen mit transparenten oder hochglänzenden Einsätzen.
Naturstein und Holz
Einsätze oder ein Korpus aus Naturstein oder Holz erzielen ebenfalls besondere Wirkungen. Holz im Badezimmer kann beispielsweise für Badewannen verwendet werden. Dabei sind geeignete Holzarten, eine fachgerechte Konstruktion und eine für den Nassbereich geeignete Oberflächenbehandlung entscheidend.
Badewannen aus Naturstein wie Basalt oder Granit holen Thermen-Feeling in Ihr Privatbad. Sie bringen allerdings ein sehr hohes Gewicht auf die Waage. Überprüfen Sie vor der Installation die Tragfähigkeit Ihres Bodens.
Gusseisen und Kupfer
Gusseisen und Kupfer werden für Badewannen seit Jahrhunderten verwendet. Die Materialien liegen heute wieder im Trend und überzeugen mit hoher Wärmeleitfähigkeit und einfacher Reinigung.
Badewanne erden: Was ist zu beachten?
Seit 2003 ist eine separate Erdung von Badewannen nicht mehr pauschal vorgeschrieben. Grundlage hierfür sind die Anforderungen der DIN VDE 0100-701 für Räume mit Badewanne oder Dusche. Früher wurden metallische Badewannen grundsätzlich in den Potenzialausgleich einbezogen. Heute hängt dies unter anderem vom Material, der Elektroinstallation und den baulichen Gegebenheiten ab.
Bei metallischen Badewannen kann ein Anschluss an den Schutzpotenzialausgleich erforderlich sein. Wannen aus Acryl oder anderen nichtleitenden Materialien benötigen dagegen keinen eigenen Anschluss. Bei Whirlpools und Wannen mit elektrischen Komponenten gelten zusätzliche Anforderungen.
Ob eine Wanne bereits angeschlossen ist, lässt sich meist nicht ohne Weiteres erkennen, da sich der Anschluss häufig unter oder hinter der Wanne befindet. Die Prüfung und gegebenenfalls Installation sollte daher durch eine Elektrofachkraft erfolgen. Ob ein Anschluss an den Schutzpotentialausgleich erforderlich ist, muss anhand der konkreten Elektroinstallation und der geltenden Anforderungen geprüft werden.
Ideen für die Badewannen-Verkleidung
Eine Badewannenverkleidung schützt den Wannenbereich und sorgt für eine einheitliche Optik. Beliebte Materialien sind Fliesen, Naturstein, Holz oder fertige Verkleidungssysteme. Fliesen bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten und sind pflegeleicht, während Naturstein besonders hochwertig wirkt. Holz schafft eine warme Atmosphäre, erfordert im Bad jedoch eine geeignete Oberflächenbehandlung. Wichtig ist, dass die Verkleidung feuchtigkeitsbeständig ist und Wartungsarbeiten gut zugänglich bleiben.
Planung und Kosten einer Badewanne
Bei der Planung einer neuen Badewanne spielen neben Größe, Form und Material auch die vorhandenen Anschlüsse und der verfügbare Platz eine wichtige Rolle.
Was muss ich beim Kauf einer Badewanne beachten?
Bei der Auswahl einer Badewanne sollten neben dem Design auch Raumangebot, Nutzung und Pflege berücksichtigt werden:
Platz: Für kleine Bäder eignen sich Raumsparwannen, für größere Räume kommen auch freistehende Badewannen infrage.
Nutzung: Soll die Wanne auch zum Duschen dienen, sind ein ebener Boden und möglichst senkrechte Seitenwände sinnvoll.
Barrierefreiheit: Für eine langfristige Badplanung können ein niedriger Wannenrand sowie Ein- und Ausstiegshilfen sinnvoll sein.
Pflege: Nano-Beschichtungen können dafür sorgen, dass Wasser, Kalk und Schmutz weniger an der Oberfläche haften und die Reinigung erleichtern.
Hygiene: Antibakterielle Oberflächen können das Anhaften von Mikroorganismen reduzieren.
Was kostet eine Badewanne?
Eine einfache Badewanne ist ab etwa 200 Euro erhältlich. Hinzu kommen je nach Ausführung Kosten für Armatur, Siphon, Wannenträger oder Wannenfüße und weiteres Montagematerial.
Für den Einbau können Sie bei vorhandenen und passenden Anschlüssen mit etwa 250 bis 500 Euro Handwerkerkosten rechnen. Müssen Leitungen verlegt, Fliesen angepasst oder die Wanne verkleidet werden, steigen die Gesamtkosten.
Fazit: Die richtige Badewanne von der Idee bis zur Installation
Die passende Badewanne sollte zu den räumlichen Gegebenheiten, den eigenen Nutzungswünschen sowie dem verfügbaren Budget passen. Form und Material beeinflussen dabei nicht nur die Optik, sondern auch Gewicht, Pflegeleichtigkeit und Langlebigkeit. Vor dem Kauf sollten außerdem die Anschlüsse, die Einbauart und mögliche Zusatzkosten berücksichtigt werden. Wer diese Punkte frühzeitig plant und die Installation fachgerecht ausführen lässt, schafft die Grundlage für eine funktionale und langlebige Badewanne.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Badewannengrößen gibt es?
Badewannen sind in vielen verschiedenen Größen erhältlich, typischerweise etwa von 140 × 70 cm bis 200 × 100 cm. Je nach Form und Modell sind auch Sondermaße in kleineren oder größeren Ausführungen erhältlich.
Welche Badewannenformen gibt es?
Zu den gängigen Formen gehören Rechteck-, Oval-, Eck- und freistehende Badewannen. Außerdem gibt es asymmetrische Modelle sowie spezielle Sitz- und Raumsparwannen.
Was ist die beste Badewanne?
Die beste Badewanne hängt von der Körpergröße, dem Badezimmer, dem gewünschten Komfort und dem Budget ab. Für viele Nutzer sind eine ausreichend große Innenfläche, eine ergonomische Form und eine gute Wärmespeicherung besonders wichtig.
Welche Größe hat eine Standardbadewanne?
Eine klassische Standardbadewanne ist in der Regel 170 cm lang und 75 cm breit. Je nach Hersteller und Bauform sind auch Maße von 160 bis 180 cm Länge und 70 bis 80 cm Breite üblich.
Welches Material ist am besten für die Badewanne?
Sanitäracryl ist leicht, angenehm warm und gut formbar. Stahl-Emaille ist dagegen besonders robust, langlebig und kratzfest. Welches Material besser geeignet ist, hängt daher von den persönlichen Prioritäten in Bezug auf Komfort, Pflege und Langlebigkeit ab.
Welche Badewannenform ist am bequemsten für den Rücken?
Ergonomisch geformte Wannen mit geneigter Rückenlehne und guter Unterstützung im Lendenbereich rückenfreundlich. Ob eine ovale oder eine ergonomische Rechteckwanne geeignet ist, hängt von der individuellen Körperform ab.
Wie groß sollte eine Badewanne für Fahrräder sein?
Eine Standard-Badewanne mit den Maßen 170 x 75 cm reicht völlig aus, um ein normales Fahrrad quer oder schräg zu reinigen.