Wie hoch sind die aktuellen Preise für Wohnungen und Häuser in Hamburg? Wir bieten eine Zusammenfassung der Entwicklungen auf dem Markt in den vergangenen Jahren, beschreiben die Preissituation in den verschiedenen Bezirken genauer und werfen einen Blick auf die Prognosen.
Über die Gesamtjahre betrachtet waren die Angebotspreise für Hamburger Häuser im Jahr 2021 am höchsten, bei den Wohnungen haben sie im bisherigen Gesamtjahr 2026 allerdings einen neuen Höchstwert erreicht.
Die Häuserpreise haben vom ersten zum zweiten Quartal 2026 etwa 1,6 Prozent zugenommen. Im Jahresvergleich sind sie sogar um 4,5 Prozent gestiegen. Aktuell werden Häuser in Hamburg im Mittel für 5.463 Euro/m² angeboten.
Die Hamburger Wohnungspreise haben sich im Vergleich zum Vorquartal mit einem Plus von 1,7 Prozent ähnlich positiv entwickelt. Der Preisanstieg zum Vorjahresquartal war wie bei den Häuserpreisen mit +5,8 Prozent noch deutlicher. Momentan wird eine Eigentumswohnung in Hamburg für einen Medianwert von 6.465 Euro/m² angeboten.
* Quelle: PriceHubble (Stand 10/2026)
Wie hoch sind die Quadratmeterpreise in den Hamburger Stadtteilen?
Bei den einzelnen Bezirken gibt es mitunter deutliche Preisunterschiede. Mit höheren Preisen müssen Sie im Norden und Nordwesten Hamburgs rechnen.
In welchen Stadtteilen kosten die Häuser und Wohnungen besonders viel?
Sowohl die Häuser- als auch die Wohnungspreise sind derzeit in Eimsbüttel am höchsten. Die durchschnittlichen Preise für Häuser liegen hier bei 7.327 Euro/m², für Eigentumswohnungen bei 7.261 Euro/m². Danach folgen Hamburg-Nord und Altona.
In welchen Stadtteilen sind die Immobilienpreise vergleichsweise gering?
Der günstigste Bezirk in Hamburg ist derzeit Harburg, wo Häuser im Schnitt 4.044 Euro/m² und Eigentumswohnungen 4.007 Euro/m² kosten. Niedrige Immobilienpreise finden sich daneben auch in Bergedorf im Südosten der Stadt. Hamburg-Mitte und der nordöstliche Bezirk Wandsbek gehören zur mittleren Preisklasse.
* Quelle: McMakler (Stand 10/2026)
Wie hat sich der Immobilienmarkt in Hamburg in den letzten Jahren entwickelt?
Die Elbmetropole Hamburg zählt zu den begehrtesten Wohnorten Deutschlands. Aktuell liegt die Einwohnerzahl bei etwa 1,9 Millionen. Die Nachfrage nach Wohnraum ist dauerhaft hoch und selbst fertiggestellte Neubauwohnungen können den Bedarf nicht vollständig decken.
Mit dem Nachfrageüberhang sind die Immobilienpreise gestiegen, was sich auch während der Pandemiejahre nicht änderte. Spitzenwerte erreichten die Angebotspreise für Hamburger Häuser im ersten Quartal 2022 - der Quadratmeter wurde damals im Mittel für 6.075 Euro/m² angeboten. Die höchsten Wohnungspreise gab es mit 6.645 Euro/m² im zweiten Quartal gleichen Jahres. Der kontinuierliche Preisanstieg fand jedoch durch die wirtschaftliche Situation der letzten Jahre ein Ende. Im Vergleich zu den Höchstständen sind Häuser heute rund 10,1 Prozent günstiger, während die Preise für Wohnungen um 2,7 Prozent gesunken sind.
Wie ist die Prognose für die Immobilienpreisentwicklung in Hamburg für die kommenden Jahre?
Für die kommenden Monate ist weder ein deutlicher Preissprung noch ein Rückgang der Immobilienpreise sicher. Das Angebot bleibt knapp, die Nachfrage schwächt sich jedoch etwas ab. Daher erscheint eine Seitwärtsbewegung ebenso möglich wie ein leichter Anstieg. Gegen größere Preiszuwächse sprechen die gestiegenen Kosten für Haushalte: Im September 2026 lag die Inflationsrate bei +3,3 Prozent. Zudem kosten Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung durchschnittlich 4,45 Prozent Zinsen. Laut Bauzins-Trendbarometer von Interhyp könnten die Bauzinsen kurzfristig stabil bleiben oder etwas steigen. Bei der mittleren und längeren Frist gehen die Prognosen auseinander.
Ob sich diese Entwicklung fortsetzt, hängt auch von den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs ab. Die aktuellsten Immobiliendaten erfassen bislang nur das zweite Quartal 2026. Mögliche zusätzliche Belastungen durch höhere Energiepreise könnten sich daher erst in späteren Zahlen widerspiegeln. Da Preissteigerungen bei Strom und Gas teilweise verzögert bei den Verbraucher:innen ankommen, könnten die laufenden Haushaltskosten noch weiter steigen. Für Kaufinteressierte bliebe dann weniger Geld für Kreditraten und weitere Ausgaben rund um die Immobilie. Bleiben die Finanzierungsbedingungen gleichzeitig ungünstig, könnte die Nachfrage weiter sinken und den Preisanstieg bremsen.
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