Was kosten Häuser und Eigentumswohnungen in Stuttgart und was bedeuten die Entwicklungen auf dem deutschen Immobilienmarkt für die Schwabenmetropole? Wir zeigen Ihnen, wie hoch die Immobilienpreise in Stuttgart aktuell sind und wie sie sich laut Expert:innen noch entwickeln könnten.
Im zweiten Quartal 2026 wurde ein Haus in Stuttgart für einen Medianpreis von 5.578 Euro/m² angeboten. Im Vergleich zum vorherigen Quartal sind die Häuserpreise mit einer Veränderungsrate von +4,6 Prozent deutlich gestiegen. Anders sieht die Veränderung innerhalb eines Jahres aus: Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum lagen die Häuserpreise 1,5 Prozent niedriger.
Bei den Wohnungspreisen war die Entwicklung genau andersherum: Im Vergleich zum Vorquartal sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen um 2,5 Prozent gefallen. Im Jahresvergleich zeigte sich dagegen ein leichtes Plus von 1,1 Prozent. Wohnungen in Stuttgart wurden im zweiten Quartal 2026 für einen Medianpreis von 4.708 Euro/m² angeboten.
* Quelle: PriceHubble (Stand 10/2026)
Wie hoch sind die Quadratmeterpreise in den Stuttgarter Stadtteilen?
Die Immobilienpreise in Stuttgart unterscheiden sich stark nach den Bezirken und Stadtteilen. Mit höheren Preisen müssen Sie vor allem im Zentrum Stuttgarts rechnen.
In welchen Stadtteilen kosten die Häuser und Wohnungen besonders viel?
Zu den begehrtesten Wohnlagen in Stuttgart gehört der Stadtkern, wo unter anderem der teuerste Bezirk Stuttgart-Nord liegt. Aktuell müssen Sie hier mit durchschnittlichen Preisen von 6.796 Euro/m² für Häuser und 5.901 Euro/m² für Wohnungen rechnen. Weitere hochpreisige Bezirke sind Stuttgart-Mitte und Stuttgart-West.
In welchen Stadtteilen sind die Immobilienpreise vergleichsweise gering?
Immobilien im mittleren Preissegment finden Sie in Bezirken wie Zuffenhausen, Plieningen und Bad Cannstatt. In den nördlichen Bezirken der Stadt gibt es dagegen oft deutlich niedrigere Immobilienpreise. Der günstigste Bezirk ist im östlichen Teil der Stadt: In Wangen liegen die durchschnittlichen Preisen von Häusern bei 4.645 Euro/m² und von Wohnungen bei 4.034 Euro/m².
* Quelle: McMakler (Stand 10/2026)
Wie hat sich der Immobilienmarkt in Stuttgart in den letzten Jahren entwickelt?
Stuttgart gilt als politisches und wirtschaftliches Ballungszentrum des Bundeslandes Baden-Württemberg. Für 2026 wird eine Bevölkerungszahl von etwa 605.000 bis 610.000 prognostiziert, wobei es 2025 einen leichten Rückgang gab. Dennoch herrscht seit Jahren ein Nachfrageüberhang nach Wohnimmobilien, der die Preise in der Tendenz steigen ließ, wenn auch mit Schwankungen.
Die geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahre haben auch den Stuttgarter Immobilienmarkt beeinflusst. Ihren Höhepunkt hatten sowohl die Häuser- als auch die Wohnungspreise im ersten Quartal 2022 erreicht. Der Angebotspreis für Häuser lag damals im Mittel bei 6.389 Euro/m², Wohnungen wurden für 5.625 Euro/m² angeboten. Seitdem sind die Häuserpreise um etwa 12,7 %, die Wohnungspreise sogar um 16,3 Prozent zurückgegangen.
Wie ist die Prognose für die Immobilienpreisentwicklung in Stuttgart für die kommenden Jahre?
Aufgrund der hohen Nachfrage, insbesondere durch eine wachsende Zahl von Einpersonenhaushalten, und einem begrenzten Angebot ist in den kommenden Jahren von einem moderaten Anstieg der Immobilienpreise auszugehen. Aktuell sind Finanzierungen für Käufer:innen allerdings schwieriger als in den vorherigen Monaten. Die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen liegen im Schnitt bei 4,45 Prozent und Kredite sind dadurch weniger erschwinglich geworden. Auch ist die Inflationsrate im September 2026 zum dritten Mal in Folge gestiegen und liegt nun bei +3,3 Prozent.
Laut dem Interhyp-Bauzins-Trendbarometer erwarten die meisten Expert:innen kurzfristig stabile bis leicht steigende Zinsen, innerhalb der nächsten 6 bis 12 Monate sind die Meinungen jedoch geteilt. Ein Rückgang unter die 4-Prozent-Marke wird in näherer Zukunft nicht erwartet.
Zusätzliche Unsicherheit entsteht durch weitere mögliche Auswirkungen des Iran-Kriegs. Da die aktuellsten Immobiliendaten lediglich das zweite Quartal 2026 abdecken, lassen sich spätere Veränderungen daraus noch nicht ablesen. Insbesondere höhere Energiepreise könnten die Haushalte erst nach und nach erreichen, etwa wenn Versorger ihre Preise nach dem Auslaufen von Preisgarantien anpassen. Steigende Ausgaben für Strom, Gas und andere Güter lassen weniger Geld für Eigenkapital und laufende Kreditraten übrig.
Falls die Finanzierungskosten gleichzeitig auf hohem Niveau bleiben oder weiter steigen, dürfte es für einen Teil der Kaufinteressierten schwieriger werden, eine Immobilie zu erwerben. Das könnte den Preisanstieg verlangsamen, auch wenn das knappe Angebot weiterhin stützend wirkt. Wer eine Immobilie verkaufen möchte, sollte die Marktentwicklung daher genau beobachten und sich beraten lassen, um den bestmöglichen Zeitpunkt zu wählen.
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