Tag des Einbruchschutzes: So schützen Hauseigentümer:innen ihr Zuhause
Am 25. Oktober 2026 ist der Tag des Einbruchschutzes. Neben bewährter Mechanik und staatlicher Förderung helfen neue smarte Technologien dabei, das eigene Haus sicherer zu machen.
Pünktlich zur dunklen Jahreszeit erinnern Polizei und Versicherer am 25. Oktober 2026 an die Einbruchsvorsorge. Im vergangenen Jahr zählte der Gesamtverband der Versicherer (GDV) rund 100.000 Einbrüche, was einem Anstieg von 5.000 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der durchschnittliche finanzielle Schaden pro Einbruch stieg auf 3.850 Euro. Allerdings scheitert laut Polizei inzwischen fast die Hälfte der Taten beim Versuch. Dies zeigt die Wirksamkeit von Sicherungsmaßnahmen.
Neben klassischen Sicherungen an Türen und Fenstern setzen immer mehr Menschen auf Smart-Home-Schutz mit intelligenten Kameras und Sensoren, um Täter:innen abzuwehren. Auch Nebengebäude wie Garagen sollten bei den Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden. Darin suchen Kriminelle nicht nur nach teuren Geräten, sondern nutzen auch Verbindungstüren zum Wohnhaus.
Mechanischer Schutz ist das Wichtigste
Eingangstüren, Fenster und Terrassentüren zählen zu den häufigsten Schwachstellen eines Hauses. Geprüfte mechanische Sicherungen sind daher nach wie vor die wichtigste Grundlage der Einbruchsprävention. Die Polizei empfiehlt hierfür einbruchhemmende Modelle, die nach der Norm DIN EN 1627ff. zertifiziert sind und mindestens der Widerstandsklasse (RC) 2 entsprechen. Damit diese Vorrichtungen im Ernstfall verlässlich standhalten, ist zudem ein fachgerechter Einbau entscheidend.
Auch das persönliche Verhalten trägt maßgeblich zur Sicherheit bei. Folgendes empfiehlt die Polizei:
Hauseigentümer:innen sollten beim Verlassen des Hauses die Tür immer abschließen und nicht nur ins Schloss fallen lassen.
Fenster, Balkon- und Terrassentüren sollten immer geschlossen und niemals gekippt gelassen werden.
Schlüssel dürfen niemals im Außenbereich versteckt werden.
Geht ein Schlüssel verloren, sollte der Schließzylinder gewechselt werden.
Verdächtige Personen auf dem Nachbargrundstück sollten umgehend der Polizei gemeldet werden.
Ebenso ist es ratsam, keine Hinweise auf Abwesenheiten in sozialen Netzwerken zu teilen.
Fünf Trends für mehr Sicherheit im Smart Home
Die Polizei empfiehlt, mechanische Sicherungstechnik mit der elektronischen Überwachung sinnvoll zu kombinieren. Aktuell zeichnen sich fünf Smart-Home-Trends ab:
Vernetzte Kameras: Neue Systeme können Menschen von Tieren unterscheiden und deren Weg über das Grundstück über mehrere Kameras hinweg verfolgen.
Lokale künstliche Intelligenz: Um den Datenschutz zu gewährleisten, werten neue kleine Zentralen die Videodaten direkt im Haus aus. Die Aufnahmen wandern nicht mehr zwingend in eine Cloud.
Smart Locks: Elektronische Schlösser lassen sich zunehmend per Handy, Zahlencode, Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Handvenen-Scan öffnen. Sie ersetzen jedoch keine stabile mechanische Tür.
Automatische Warnketten: Ein Sensor an den Schwachstellen des Grundstücks kann sofort eine Reaktion auslösen. Das Smart Home schaltet z. B. beim Gartentor automatisch das Außenlicht ein, startet die Kamera und schickt eine Warnung auf das Mobiltelefon.
Flexible Simulation der Anwesenheit: Alltagsgeräte wie Lampen und Rollläden reagieren flexibel zu unterschiedlichen Zeiten. Spezielle Radarsensoren erkennen die Anwesenheit von Personen, ohne sie zu filmen.
Staatliche Förderung für Einbruchschutz nutzen
Wer in die Sicherheit des eigenen Zuhauses investieren möchte, kann finanzielle Unterstützung beantragen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet mit dem zinsgünstigen Kredit „Altersgerecht Umbauen“ finanzielle Unterstützung für einbruchhemmende Maßnahmen von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit an.
Gefördert werden beispielsweise die Nachrüstung von Fenstern und der Einbau von Alarmanlagen. Voraussetzung ist die Umsetzung durch einen Fachbetrieb. Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten über eine Bank gestellt werden. Eine vorherige Beratung durch die Polizei wird empfohlen.